Lehrstuhl Konstruktionslehre und CAD entwickelt ein Berechnungsprogramm zur thermischen und mechanischen Dimensionierung von Transport-und Lagerbehältern für nukleare Brennelemente

Mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) verfügt die Schweiz über eine funktionell, institutionell und finanziell unabhängige Aufsichtsbehörde für den gesamten Kernenergiebereich, welche die nukleare Sicherheit und die Sicherung abdeckt. Sie setzt damit die Vorgaben des Kernenergiegesetzes und des internationalen Übereinkommens zur nuklearen Sicherheit um.

Im Jahr 2013 hat das ENSI seine Forschungsstrategie aktualisiert und dabei insbesondere die übergeordneten Ziele und die thematische Ausrichtung der regulatorischen Sicherheitsforschung neu formuliert.

In den kommenden Jahren werden demnach Fragen des Langzeitbetriebs der bestehenden Kernkraftwerke, extreme Naturereignisse, Stilllegungsthemen inklusive Abfallbehandlung sowie Entsorgungsfragen im Zusammenhang mit der Realisierung von geologischen Tiefenlagern im Vordergrund stehen. Bei der Auswahl der Forschungsprojekte hat neben den fachlich-qualitativen Aspekten vor allem die Anwendbarkeit der Resultate in der regulatorischen Praxis für das ENSI eine hohe Priorität.

Ein wichtiges Instrument des ENSI bei der Überprüfung von Sicherheitsanalysen der Kernanlagen ist hierbei die eigene, unabhängige Modellierung und Nachrechnung. Der Umgang mit abgebrannten Brennelementen im Transportbereich gewinnt zunehmend an Bedeutung. Deshalb unterstützt das ENSI ab April 2014 ein Forschungsprojekt der Universität Bayreuth am Lehrstuhl Konstruktionslehre und CAD, in dem ein eigenes Berechnungsprogramm zur thermischen und mechanischen Dimensionierung von Transport-und Lagerbehältern auf Basis des Finite Elemente Analyse Programms Z88Aurora entwickelt werden soll.

Weitere Inforamtionen zum Lehrstuhl erhalten Sie hier.

Anschrift

Prof. Brüggemann
Prof.-Rüdiger-Bormann-
Straße 1
95447 Bayreuth

T. 0921 - 55-6801
F. 0921 - 55-6802