ZET startet neues FuE-Kooperationsprojekt

Im Rahmen des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ erfolgte am Zentrum für Energietechnik jetzt der Startschuss für die „Entwicklung einer energieeffizienten und ressourcenschonenden Phasentrennanlage für Wasser/Öl/Salz-Emulsionen aus Schiffsabwässern“.  Innerhalb des Projektes gilt es hauptsächlich thermochemische Herausforderungen zu lösen, weswegen die Arbeiten von den ZET-Lehrstühlen für Chemische Verfahrenstechnik (Prof. Jess) sowie Technische Thermodynamik und Transportprozesse (Prof. Brüggemann) durchgeführt werden. Der industrielle Kooperationspartner ist die Karl Hopf GmbH aus Bayreuth, ein Familienunternehmen, das mittlerweile in der 4. Generation in der Gebäude-/Luft- und Umwelttechnik aktiv ist.

Im speziellen wird am ZET eine Technikumsanlage entstehen, welche erstmalig den Wassergehalt sogenannter Slopöle und Bilgenwasser, welche in Schiffen auf hoher See als Abfallstoffe entstehen, soweit reduziert, dass eine weitere Verwertung dieser Stoffe möglich wird. Damit folgt das ZET einmal mehr dem Grundsatz der Verwertung ungenutzter Energieströme. Zudem zeigt sich auch in diesem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt einer der Grundgedanken der TechnologieAllianzOberfranken (TAO), nämlich die stärkere Vernetzung zwischen Universität und oberfränkischer Wirtschaft.

 

Projektbeschreibung

Entwicklung einer energieeffizienten und ressourcenschonenden Phasentrennanlage für Wasser/Öl/Salz-Emulsionen aus Schiffsabwässern

Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik (CVT), Lehrstuhl für Technische Thermodynamik und Transportprozesse (LTTT)

Laufzeit: 12/2014 - 12/2016

Finanzierung: Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektpartner: Karl-Hopf GmbH, Bayreuth

Inhalte/Ziele: Ziel ist die Entwicklung einer thermischen Phasentrennanlage zur Aufspaltung eines Schlamm-Wasser-Öl-Salzgemisches, welches in Sonderabfallbehandlungsanlagen zur Aufarbeitung von Bilgenwasser, vorwiegend aber von Slopölen aus der Seeschifffahrt zur Anwendung kommen soll. Das Aufbrechen/Trennen von stabilen Ölwasseremulsionen auf physikalischem Wege hat Grenzen, wobei die Zusammensetzung des "Bilgenwasser-Slopöl-Cocktails" das Ergebnis des Entölungsprozesses bestimmt. Viele Bilgenwasser/Slopöl - Entöler stoßen bei dieser komplexen Reinigungsaufgabe an Grenzen. Unsere Phasentrenntechnik soll die in Bilgenwasser/Slop-Ölbehandlungsanlagen am Ende des Aufbereitungsprozesses anfallende Schlammphase in eine Wasser und Öl/Sedimentationsphase auftrennen. Bisher wird diese Schlammphase über einen Dekanter weiter entwässert und als Feststoff der thermischen Verwertung zugeführt. Unser Entwicklungsvorhaben mit dem Phasentrennkonzept greift hier an und hat zum Ziel, das wertvolle Öl aus dem Reststoffstrom solcher Anlagen als Basisrohstoff für Recyclingöl zurückzugewinnen.

 

Anschrift

Prof. Brüggemann
Prof.-Rüdiger-Bormann-
Straße 1
95447 Bayreuth

T. 0921 - 55-6801
F. 0921 - 55-6802